Buch des Monats Oktober
 
 

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  Jens Soentgen:
„Von den Sternen bis zum Tau - Eine Entdeckungsreise durch die Natur“


Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011!

1.
Das Cover































2. Der Klappentext

Jens Soentgens Reise durch die  Natur geht "quer durch", von oben nach unten, vom Makrokorsmos bis zum Mirkokosmos. Dabei bringt der Naturwissenschaftler und Philosoph etwas Seltenes fertig: Mit beeindruckenden fachlichen Kenntnissen und gleichzeitig mit romantischer Begeisterung beschriebt  er die Phänomene, die ihm begegnen. In den Erkenntnisssen der Wissenschaft von Natur und Kosmologie findet er großartige Geschichten, die er mit so viel Enthusiamsmus erzählt, dass sich seine Leser nicht entziehen können.
Weil man nicht nur aus eigener Anschauung wirklich dazulernt, enthält das Buch einfache Experimente. So lassen sich Leichtbakterien auf Heringsleichen und die Geheimnisse von Stonehenge auf der Fensterscheibe entdecken!
 Augenzwinkernd begleitet Vitali Konstantinov diese Entdeckungsreise mit meisterhaften Illustrationen.


3. Der erste Satz

"Dies ist eine Reise durch die Natur - querdurch, von oben bis unten."
(S. 7)


4. Der Autor

Jens Soentgen, 1967 geboren, studierte Chemie und Philosophie und promovierte nach dem Staatsexamen mit seiner Arbeit zur Phänomenologie des Unscheinbaren. Anschließend arbeitete er zunächst als freischaffender Journalist, bevor er sich wieder der Wissenschaft zuwandte. Er lehrte Philosophie an zwei brasilianischen Universitäten, seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg. 2003 erschien im Peter Hammer-Verlag sein erfolgreiches Philosophiebuch "Selbstdenken".

5. Inhalt

Nicht immer schön, was die Wissensindustrie den jugendlichen Lesern zumutet: Manchmal erschöpfen sich "Wissensbücher", wie die Kinder jetzt sagen, in reiner Faktenhuberei.

Jens Soentgens Buch ist anders: Beinahe poetisch kommt es daher und betrachtet die Natur als Wunder. Vom Starnberger See aus reist der Leser in eine phänomenale Welt - vom ganz Großen ins winzig Kleine - vom Sternenhimmel (und seinen Karten) bis ins Kohlenstoffatom. Man lernt in diesem Buch das Staunen neu: über den Baum und den Schatten, die Minze und den Kiesel, die Sonne und den Staub. Experimente laden zum abenteuerlichen Nachempfinden ein.

Dem inneren Reichtum übrigens entspricht ein äußerer: Das Buch ist herrlich gestaltet. Vitali Konstantinov hat es liebevoll und mit einem aufgeklärten Augenzwinkern illustriert.

(Aus: DIE WELT, am 11.9.2010)


6. Leseprobe

Aus dem 8. Kapitel:

Die Menschen

Mit dem Menschen  setzen wir unsere Reise von oben nach unten fort, denn in unseren Breiten ist der Mensch dasjenige Geschöpf, das zwischen Himmel und Erde nach dem Baum kommt, jedenfalls, wenn es der Größe nach geht.
Ich sitze an einem der kleinen Kiessträne der Roseninsel und beobachte Menschen. In meinem Blickfeld sind, auf den Bänken sitzend oder am Wasser, viele Sorten Menschen: Alte und junge, schöne und weniger schöne, im Dirndl, in der Lederhose, in schlammgrauen Anzügen, mit Mütze, mit Kappe, mit Hut, Japaner, Bayern, Amerikaner, Russen - ein Anthropologe kann hier seelenruhig seine Studien machen. Von Fährmann Pöhlus auf die Insel gefahren, wandeln die meisten auf den Spuren des sagenhaften Bayernkönigs Ludwig II. und der Kaiserin Elisabeth ("Sissi") von Österreich, seiner Seelenfreundin.
 Der Vorzug der Roseninsel für jemanden, der ein Lob des Menschens singen will, liegt zum einen darin, dass die Leute sich hier im Sommer auch in Bikini bzw. Badehose zeigen, dass sie nicht nur sitzen und stehen, sondern auch schwimmen oder sich auf einem badetuch ausstrecken. Nur nackte Menschen sind hier nicht zu erblicken., dafür ist der Englische Garten in München zuständig, wo an heißen Wochenenden Hunderte Nacktsonnenbader lagern. Amerikanische Reisegruppen kommen regelmäßig vorbei, um dies aus ihrer Sicht ungeheuerliche Spektakel zu bestaunen.

(S. 173)


7. Steckbrief

Den Steckbrief zum Buch gibt's hier zum Runterladen oder Anschauen als PDF.


8. Der letzte Satz

"Ist es nicht großartig, dass wir mit ganz einfachen Hilfmitteln bis an die äußerste Grenze des überhaupt Sichtbaren gelangen können?"

(S. 373)


**UPDATE 08.11.2011**

Bei der heutigen Ziehung unter allen Quiz-Teilnehmern wurde Scheuren Michelle (6.A) als Gewinnerin ermittelt. Sie erhält ein Exemplar des
Buch des Monats.

Herzlichen Glückwunsch!



Alle Buchzitate wurden entnommen aus:

- Soentgen, Jens: Von den Sternen bis zum Tau - Eine Entdeckungsreise durch die Natur. Peter Hammer Verlag, Zwickau, 2011.